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                                                                                      Das Zwiefalter Tor

          Das einzige, heute noch erhaltene Stadttor, das ursprünglich keines war, ist das Zweifalter Tor. Dem Fremden ist dies nicht sofort ersichtlich.
          Ursprünglich handelte es sich bei diesem Gebäude um die Friedhofskapelle zum hl. Michael samt Beinhaus.


  
          Auf den Altar der Beingruft wurde bereits 1363 eine Messe gestiftet. 1415 erweiterte der in Riedlingen geborene Johann Mesner, Meister

          der Künste und Lehrer der Arznei in Nürnberg, die Stiftung in eine Predigerstelle für die neue Kapelle auf dem Beinhaus. Die sogenannte
          Mittelmesse (zwischen Früh- und Pfarrmesse gelesen) wurde täglich gelesen und konnte deswegen mit einem ständigen Kaplan besetzt werden.
          Somit stammt die am Ostteil des ehemaligen Gottesackers stehende Kapelle (das heutige Zwiefalter Tor) aus dem Jahre 1415 und wurde - wie
          fast überall bei Gottesackerkapellen - dem hl. Michael geweiht. Nach mittelalterlicher Vorstellung geleitet Michael die Seele des Verstorbenen
          ins Paradies und hilft Ihr beim jüngsten Gericht. Er wird fast immer mit der Seelenwage dargestellt. 1678 stiftete Margarethe Gluiz in der Kapelle
          einen neuen Altar. Ob die im Rathaus aufbewahrte Holzplastik des hl. Michael aus dieser Stiftung stammt oder, wahrscheinlicher aus dem frühen
          18. Jahrhundert bleibt offen.

          1787 musste der Friedhof von der Kirche weg ausserhalb der Stadt an den heutigen Platz verlegt werden. Die Michaelskapelle samt Beinhaus
          wurde exseciert und 1804 als Tor durchbrochen und im Obergeschoss die Mesnerwohnung eingebaut. Damit war mit der Anlegung der
          Zwiefalter Straße ein neuer Aus- und Zugang nach Osten geschaffen worden zur Entlastung der sehr beengten Verhältnisse am Mühlturm.
          Beschleunigt hatte diese Idee der Marktplatzbrand 1804. Die Durchfahrt erhielt damals den Namen "Neues Tor", später Zwiefalter Tor. Zur Zeit
          des Durchbruchs hatten die anderen drei "echten Stadttore", das Donau- oder Brucktor, das Weiler- oder Untere Tor, auch Gammertinger Tor
          genannt sowie der Mühlturm oder das Schlachttor noch bestanden. Ab 1834 wurden die Tore nicht mehr geschlossen.

         
Quelle: Winfried Aßfalg

  
          Bereits bei der Neugründung der Bürgerwehr bestand der Wunsch nach einem Bürgerwehrheim. Hauptmann Peter Bucher trat mit der

          Stadtverwaltung und der Kirche in Verhandlungen. Im März 2008 hatte er alles unter Dach und Fach und die Umbauarbeiten der ehemaligen
          Mesnerwohnung zum Vereinsheim konnten beginnen. Jede Menge Arbeit kam auf die Mitglieder der Bürgerwehr zu. Mit Hilfe von Fachpersonal
          aus den eigenen Reihen konnte der Umbau in eineinhalb Jahren gestemmt werden.
          Am 13. September 2009 wurden die neu renovierten Räume von Domkapitular im Ruhestand Franz Glaser geweiht.